Liebe Zuwendungsempfänger,
liebe Verantwortliche für den Glasfaserausbau,
liebe Förderinteressierte,
herzlich willkommen zur ersten Ausgabe vom Newsletter der Gigabitförderung!
Glasfaser ist die Grundlage für gleichwertige Lebensverhältnisse, für wirtschaftliche Stärke und für digitale Teilhabe in Stadt und Land. Gerade dort, wo der privatwirtschaftliche Ausbau nicht stattfindet, braucht es gezielte Unterstützung und einen Staat, der dies verlässlich ermöglicht.
Genau daran arbeiten wir im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung mit klarem Fokus: Verfahren vereinfachen, Prozesse beschleunigen und die Rahmenbedingungen so gestalten, dass der Ausbau vor Ort schneller vorankommt.
Mit diesem Newsletter möchten wir Sie dabei praxisnah begleiten. Wir informieren Sie regelmäßig über aktuelle Fördermöglichkeiten, Neuerungen in den Verfahren, Beispiele aus der Umsetzung und Termine, die für Ihre Arbeit in den Kommunen relevant sind.
Zum Auftakt gibt es gute Nachrichten: Mit dem neuen Förderaufruf und der dritten Änderung der Gigabit-Richtlinie 2.0 haben wir die Verfahren spürbar vereinfacht und beschleunigt. Passend dazu starten wir mit neuem Look und neuer Website. Was das konkret für Sie bedeutet, lesen Sie in dieser Ausgabe.
Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre und freue mich auf den weiteren Austausch mit Ihnen.
Gertrud Husch
Leiterin der Abteilung „Digitale Infrastrukturen“ im
Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung
© Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung / Florian Schuh
Neuer Förderaufruf gestartet
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat einen neuen Förderaufruf im Rahmen der Gigabitförderung veröffentlicht. Dafür stehen mehr als 1 Milliarde Euro zur Verfügung.
Grundlage des neuen Aufrufs ist die dritte Änderung der Gigabit-Richtlinie 2.0. Mit ihr will das Ministerium die Verfahren spürbar vereinfachen, stärker digitalisieren und insgesamt beschleunigen. Kommunen und Unternehmen sollen so schneller zu umsetzungsreifen Projekten kommen und zugleich administrativ entlastet werden. Parallel dazu wird auch die Förderung von Beratungsleistungen für Ausbauvorhaben fortgesetzt.
Im Mittelpunkt der Richtlinienänderung stehen mehrere Maßnahmen zur Verfahrensvereinfachung.
- Förderverfahren wird vollständig digital abgewickelt
- Anforderungen & Nachweispflichten im Branchendialog reduziert
- Markterkundungsverfahren auf Mindestmaß verkürzt
- Ausschreibungsunterlagen für Bau & Betrieb von Glasfasernetzen
- Nutzung digitaler Genehmigungsportale der Länder
- Länder erhalten mehr Spielraum bei der Förderquote
- Wertgrenze für Rückforderungsverfahren wird angehoben
© Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung
Gigabitförderung mit neuer Adresse und neuem Auftritt
Die Gigabitförderung ist ab sofort unter der neuen Adresse gigabitfoerderung.gov.de erreichbar. Mit dem neuen digitalen Auftritt und einem modernisierten Design zeigt das Programm nun auch nach außen, wofür es seit Jahren steht: den flächendeckenden Ausbau leistungsfähiger Glasfasernetze in ganz Deutschland – insbesondere dort, wo ein privatwirtschaftlicher Ausbau nicht erfolgt.
Das neue Design schafft einen zeitgemäßen, klaren und wiedererkennbaren Auftritt. Es stärkt die Sichtbarkeit der Gigabitförderung insgesamt und wird künftig auch in weiteren Kommunikationselementen aufgegriffen – etwa auf neuen Baustellenschildern, die den neuen Look nach und nach mit in die Fläche tragen werden.
Die Website bündelt alle relevanten Informationen übersichtlich an einem Ort: Neben einer kompakten Programmvorstellung finden Kommunen, Landkreise und Zweckverbände dort alles Wichtige zu Antragstellung und Verfahren, aktuelle Neuigkeiten sowie eine Übersicht der Zuschlagsgewinner. Eine Schritt-für-Schritt-Darstellung führt durch die sieben Phasen des Förderverfahrens – von der Vorbereitung über die Antragstellung bis zum Verwendungsnachweis. Ergänzt wird das Angebot durch einen Downloadbereich, Informationen zu Workshops sowie eine FAQ-Sektion.
Die Website befindet sich derzeit noch im Aufbau und wird fortlaufend um weitere Inhalte und Services ergänzt.
Zahl des Monats
166
© Innenministerium Baden-Württemberg / Franziska Kraufmann
Gigabit-Ausbau in Baden-Württemberg: Innenminister Thomas Strobl übergibt Förderbescheide in Stuttgart
Auf dem Weg zu einer flächendeckenden Versorgung mit leistungsfähigen Gigabitnetzen in Baden-Württemberg stellte jedes einzelne Ausbauprojekt einen wichtigen Baustein dar. Am 20. April 2026 hatte Innenminister Thomas Strobl daher zur persönlichen Übergabe von Förderbescheiden ins Innenministerium nach Stuttgart eingeladen. Im kleinen Kreis wurden im Sitzungsraum des Ministerbereichs insgesamt vier Zuwendungsbescheide übergeben. Das Fördervolumen belief sich auf 38.381.456,00 Euro. Zuwendungsempfänger sind die Stadt Tettnang, der Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Meersburg, der Landkreis Rottweil sowie der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar.
© aconium
Ein sichtbarer Meilenstein für den ländlichen Raum: Der Ausbau der weißen Flecken in Cham ist abgeschlossen
Am 27. März dieses Jahres wurde in Cham der erfolgreiche Abschluss des Weiße-Flecken-Ausbaus im Landkreis gewürdigt. Gemeinsam mit Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, Landrat Franz Löffler und weiteren Beteiligten wurde deutlich, was in den vergangenen Jahren entstanden ist: eine leistungsfähige digitale Infrastruktur mit über 2.300 Kilometern Trasse, rund 4.000 Kilometern Leerrohren und 4.000 Kilometern Glasfaserkabel. Der Landkreis Cham zeigt damit eindrucksvoll, wie sich strategische Planung, kommunales Engagement und fachliche Umsetzung zu einem sichtbaren Ergebnis verbinden lassen.
Baustart für Glasfaserausbau in Sachsen
Mit einem offiziellen Baustart in Lichtenau hat das Glasfaserausbauprojekt in Sachsen begonnen. Das Projekt umfasst vier Cluster in der Region um Freiberg. Ab Mai 2026 starten die Bauarbeiten in Lichtenau und Striegistal, ab August 2026 folgen Großschirma und Großhartmannsdorf. Bis spätestens 2030 sollen insgesamt mehr als 14.500 Gebäude erschlossen werden – das entspricht mindestens 27.000 Haushalten, Unternehmen, Schulen und Verwaltungsstandorten. Dafür werden über 600 Kilometer Tiefbau und mehr als 5.000 Kilometer Glasfaserleitungen benötigt. Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt mehr als 92 Millionen Euro, finanziert durch Bund, Land und Kommunen. Ergänzend werden drei Teilprojekte zur Netzvervollständigung mit weiteren 2,5 Millionen Euro gefördert.
BREKO fiberdays 2026: Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung präsentierte Gigabitförderung im Dialog mit Branche und Kommunen
Die BREKO fiberdays haben erneut gezeigt, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Wirtschaft für den erfolgreichen Glasfaserausbau ist. Am 25. und 26. März kamen auf dem Messegelände über 270 nationale und internationale Aussteller sowie zahlreiche Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Branche zu diskutieren.
Gigabitförderung im Fokus
Im Zentrum des Messeauftritts der Gigabitförderung stand die Einordnung als zentrales Instrument für den flächendeckenden Glasfaserausbau und die digitale Teilhabe. Thematisiert wurden insbesondere:
- die Zielsetzung und Bedeutung der Gigabitförderung,
- die einzelnen Schritte und Projektphasen im Förderverfahren,
- praktische Umsetzungsbeispiele, regionale und gesellschaftliche Effekte,
- das Zusammenspiel von Bund, Ländern, Kommunen und Marktakteuren.
Eine Polling-Station lud Besucher:innen dazu ein, ihre Einschätzungen zu zentralen Fragestellungen einzubringen. Im persönlichen Gespräch konnten individuelle Fragestellungen zur Gigabitförderung geklärt und Erfahrungen aus der Praxis ausgetauscht werden. Auf dem Kommunalen Marktplatz sprach Ellen Greifeneder (aconium GmbH) zum Thema: „Gigabitförderung: Was ist zu erwarten?“. Der Austausch auf der Messe lieferte wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Förderpraxis und die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure.
© ANGA COM
Kurs auf Gigabit: das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung positioniert sich auf der ANGA COM
Die ANGA COM zählt zu den wichtigsten europäischen Plattformen für Breitband, Glasfaser und digitale Infrastruktur – und bringt jedes Jahr zentrale Akteur:innen aus Politik, Wirtschaft und Praxis zusammen. Auch 2026 ist die Gigabitförderung vor Ort vertreten, um den fachlichen Austausch zu stärken und zentrale Impulse für den weiteren Ausbau zu setzen.
Workshops
Der Bund unterstützt bei der Durchführung von Förderprojekten zusätzlich mit Seminaren und Workshops. Die nächsten Termine sind nachstehend zu finden.
April
Mai
Juni
Impressum
Bundesministerium für Digitales
und Staatsmodernisierung
Alt-Moabit 140
10557 Berlin

