Lückenschluss-Programm und reguläre Gigabitförderung: Antragsphase 2026 abgeschlossen
© Erkki Makkonen
Am 15. September 2026 endeten sowohl der Förderaufruf des Lückenschluss-Programms als auch der reguläre Aufruf zur Förderung von Infrastrukturprojekten im Rahmen der Gigabitförderung des Bundes. Für Kommunen und Netzbetreiber markiert das einen wichtigen Zwischenschritt: Die eingereichten Anträge gehen nun in die Prüfung, an deren Ende über die Förderung der Ausbauvorhaben entschieden wird.
85 Anträge im Lückenschluss-Programm
Im Lückenschluss-Programm wurden bis zum Ende des Förderaufrufs 85 Anträge mit einem beantragten Bundesmittelvolumen von rund 24,8 Millionen Euro eingereicht. Sie befinden sich derzeit im vereinfachten Prüfverfahren.
„Unser Ziel ist es, Glasfaser in Deutschland flächendeckend auszubauen. Wir freuen uns daher über die hohe Zahl der Anträge in unserem Lückenschluss-Programm, denn damit bringen wir das schnelle Internet gezielt in besonders abgelegene Gebiete.“
Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger
Das Lückenschluss-Programm ergänzt seit 2024 die regulären Förderaufrufe der Gigabitförderung und richtet sich gezielt an Fälle, in denen für eine vollständige Erschließung nur noch kurze Streckenabschnitte fehlen und ein eigenwirtschaftlicher Ausbau nicht zu erwarten ist. Für Kommunen, in denen einzelne Straßenzüge, Ortsteile oder Gewerbegebiete trotz weitgehend abgeschlossenem Ausbau noch nicht angeschlossen sind, kann das Programm den entscheidenden letzten Schritt zur vollständigen Glasfaserversorgung ermöglichen. Förderfähig sind Projekte mit bis zu 250 Adressen und einem Gesamtvolumen von maximal 600.000 Euro; das Programm setzt dabei gezielt auf Synergien mit bestehenden, geplanten oder bereits im Bau befindlichen Netzen. Größere Vorhaben müssen weiterhin über den regulären Förderaufruf beantragt werden.
Die bisherige Bilanz des Programms fällt bereits umfangreich aus: In den vorangegangenen drei Förderaufrufen wurden insgesamt 337 Förderanträge mit einem Bundesfördervolumen von rund 139 Millionen Euro für rund 35.000 Glasfaseranschlüsse bewilligt.
Reguläre Gigabitförderung: 18,6 Milliarden Euro bewilligt
Auch die regulären Förderaufrufe der Gigabitförderung liefen am 15. September 2026 aus. Die Bewilligung der förderfähigen Anträge soll bis zum Jahresende erfolgen. Für Kommunen, die eigene Ausbauvorhaben angemeldet haben, heißt das: Die kommenden Monate entscheiden darüber, welche Anträge tatsächlich in die Umsetzung gehen – ein Zeitpunkt, an dem sich frühzeitig geklärte Fragen zu Wirtschaftlichkeitslückenberechnung, Markterkundung und Ausschreibung häufig auszahlen. Im Rahmen der bisherigen Aufrufe wurden bislang Bundesmittel in Höhe von 18,6 Milliarden Euro bewilligt, mit denen rund 4,6 Millionen Anschlüsse realisiert werden.

