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28. Juli 2026

Liebe Zuwendungsempfänger,
liebe Verantwortliche für den Glasfaserausbau,
liebe Förderinteressierte,

der Gigabitausbau in Deutschland gewinnt weiter an Dynamik. Bund, Länder, Kommunen und die Telekommunikationsbranche arbeiten gemeinsam daran, leistungsfähige Gigabitnetze schneller und effizienter auszubauen. Mit dem Memorandum of Understanding „Bestes Netz für Deutschland“ wurde dafür ein wichtiger Grundstein gelegt: Weniger Bürokratie, mehr Transparenz und eine noch engere Zusammenarbeit sollen den Ausbau weiter beschleunigen.

Dass dieser gemeinsame Weg Wirkung zeigt, wird in den Regionen sichtbar. Allein im ersten Halbjahr 2026 konnten zahlreiche geförderte Ausbauprojekte mit einem Spatenstich starten. Gleichzeitig erreichen immer mehr Projekte wichtige Meilensteine – von der Teilinbetriebnahme moderner Glasfasernetze bis hin zur erfolgreichen Anbindung besonders anspruchsvoller Gebiete. Diese Beispiele zeigen, dass die Gigabitförderung dort wirkt, wo privatwirtschaftlicher Ausbau allein nicht ausreicht.

Einen weiteren wichtigen Impuls setzt der Start des Lückenschluss-Programms 2026. Seit dem 24. Juli können Kommunen Anträge für kleinere, klar abgegrenzte Ausbauvorhaben stellen. Mit 40 Millionen Euro Bundesmitteln unterstützt der Bund Projekte, durch die verbliebene Versorgungslücken gezielt und effizient geschlossen werden können. So erhalten Kommunen die Möglichkeit, den Glasfaserausbau bedarfsgerecht abzurunden und bereits bestehende oder geplante Infrastrukturen sinnvoll zu ergänzen.

Die erfolgreiche Umsetzung der Gigabitförderung lebt vom Engagement aller Beteiligten. Dafür danke ich Ihnen herzlich. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für eine leistungsfähige digitale Infrastruktur und stärken die Zukunftsfähigkeit unserer Städte und Gemeinden.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und freue mich auf den weiteren Austausch mit Ihnen.

Alexandra Mause
Referatsleiterin DI 5 – Förderung des Breitbandausbaus,
Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung

© Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung

Breiter Schulterschluss für schnelleren Netzausbau

Bund, Länder, Kommunen, Bundesnetzagentur und Telekommunikationsbranche haben das Memorandum of Understanding „Bestes Netz für Deutschland“ unterzeichnet. Ziel ist es, den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen schneller, transparenter und besser koordiniert voranzubringen.

Die Telekommunikationsbranche plant allein für 2026 Investitionen von rund 8,5 Milliarden Euro in Glasfaser- und 2,4 Milliarden Euro in Mobilfunknetze. Künftig sollen zudem gemeinsame Kenngrößen den Ausbaufortschritt, Genehmigungsdauern, Investitionen und die Nutzung digitaler Verfahren transparent machen.

Das Memorandum bildet zugleich die Grundlage für die Fortführung des Stakeholderdialogs digitale Infrastrukturen. Ausbauhemmnisse sollen frühzeitig erkannt, gemeinsame Lösungen entwickelt und der Netzausbau in Deutschland weiter beschleunigt werden.

Das Memorandum of Understanding „Bestes Netz für Deutschland“ ist online abrufbar:

© Adobe Stock / Jörg Lantelme

Das Lückenschluss-Programm im Rahmen der Gigabitförderung 2.0

Der Ausbau leistungsfähiger Glasfasernetze bleibt ein zentraler Baustein der digitalen Infrastruktur. Mit dem Lückenschluss-Programm der Gigabitförderung 2.0 unterstützt der Bund gezielt den Ausbau dort, wo bislang noch Versorgungslücken bestehen und ein eigenwirtschaftlicher Ausbau nicht zu erwarten ist.

Für Kommunen bietet das Lückenschluss-Programm die Chance, den Glasfaserausbau bedarfsgerecht abzurunden und die digitale Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen weiter zu verbessern. Gleichzeitig trägt das Programm dazu bei, bestehende Infrastrukturen optimal zu nutzen und den Ausbau effizienter zu gestalten.

Die Förderung richtet sich insbesondere an Projekte, bei denen durch vergleichsweise geringe Investitionen eine deutliche Verbesserung der Breitbandversorgung erreicht werden kann. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um das Ziel einer flächendeckenden Gigabitversorgung in Deutschland weiter voranzubringen.

Auch im Jahr 2026 startete ein neuer Förderaufruf im Rahmen des Lückenschluss-Programmes. Seit dem 24.07.2026 haben Kommunen die Möglichkeit einen Förderantrag einzureichen. Voraussetzung für eine Antragstellung ist die Durchführung eines vorgelagerten Markterkundungsverfahrens. Des Weiteren darf ein Antrag im Lückenschluss-Programm höchstens 250 Adressen umfassen.

Aktuelle Zahlen zu den Lückenschluss-Programmen

Stand: 01.07.2026

© Innenministerium Baden-Württemberg / Franziska Kraufmann

40 Spatenstiche im ersten Halbjahr 2026: Gigabitförderung zeigt Wirkung in der Fläche

Die Gigabitförderung des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung kommt sichtbar voran: Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden 40 Spatenstiche für geförderte Ausbauprojekte durchgeführt. Das zeigt, wie stark die Umsetzung vor Ort an Dynamik gewinnt und wie aus Förderzusagen konkrete Ausbaufortschritte werden.

Die Spatenstiche markieren den Beginn der Umsetzung eines Gesamtfördervolumens von rund 514,2 Millionen Euro und 112.246 Anschlüssen. Die Zahlen machen deutlich: Die Gigabitförderung entfaltet im ersten Halbjahr 2026 eine hohe Sichtbarkeit in den Regionen. Jeder Spatenstich markiert einen konkreten Schritt hin zu leistungsfähiger Gigabitinfrastruktur und modernen Gigabitnetzen für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen.

© Philipp Untiedt

Glasfaser bis ans Meer – Lubmin und die Ostseeinseln bestens vernetzt

Im Rahmen der Gigabitförderung des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung entsteht in Lubmin und Umgebung eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie geförderter Gigabitausbau auch unter anspruchsvollen Bedingungen gelingt. Eine Besonderheit ist die Anbindung der beiden unter Naturschutz stehenden Ostseeinseln Ruden und Greifswalder Oie per Richtfunk – erstmals erhalten sie eine leistungsfähige digitale Anbindung.

Insgesamt werden damit 4.894 Haushalte, 307 Unternehmen und drei Schulen mit Glasfaser erschlossen. Das Projekt wird mit rund 9,1 Millionen Euro Bundes- und rund 4,5 Millionen Euro Landesmitteln gefördert. Neben Bürgerinnen und Bürgern profitieren insbesondere Unternehmen, Schulen sowie sicherheitsrelevante Einrichtungen wie die Seenotrettungsstation der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Mit der Anbindung von fast 5.000 Haushalten, mehr als 300 Unternehmen und zwei Ostseeinseln leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur digitalen Teilhabe und zur Zukunftsfähigkeit der Region.

© Florian Schuh

BMDS präsentierte die Gigabitförderung auf der ANGA COM 2026

Auf der ANGA COM 2026 in Köln präsentierte das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung die Gigabitförderung des Bundes. Im Mittelpunkt standen die Neuerungen des aktuellen Förderaufrufs sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung und Beschleunigung des Glasfaserausbaus. Zahlreiche Kommunen, Netzbetreiber und Fördermittelberatende nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit den Expertinnen und Experten vor Ort.

Besonderes Gewicht erhielt der Messeauftritt durch den Besuch von Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger. Er bekräftigte das Ziel, den Glasfaserausbau weiter zu beschleunigen und den Anteil der versorgten Haushalte bis zum Ende der Legislaturperiode deutlich zu steigern. Ergänzt wurde der Messestand durch Fachvorträge, Diskussionsrunden und interaktive Formate. Die ANGA COM bot damit erneut eine wichtige Plattform, um die Gigabitförderung des Bundes einem breiten Fachpublikum zu präsentieren und den Dialog mit den relevanten Akteuren zu stärken.

Workshops

Der Bund unterstützt bei der Durchführung von Förderprojekten zusätzlich mit Seminaren und Workshops. Die nächsten Termine sind nachstehend zu finden.

August

September

Zahl des Monats*

2.015.599

fertiggestellte Anschlüsse im Rahmen der Gigabitförderung

*Datenstand: 01.07.2026

Impressum

Bundesministerium für Digitales
und Staatsmodernisierung
Alt-Moabit 140
10557 Berlin